19. Internationaler Langstreckenwettkampf Rosenheim (30.05. - 01.06.2008) Verlaufsbericht: Ich wurde von der SG-Bille gebeten, als Kampfrichter die Mannschaft zu begleiten. Gemeinsam mit dem sportlichen Leiter der SG Bille, Wolfgang Jordt, dem Kampfrichterobmann und Betreuer, Marc Gathmann, der seinen privaten Multivan zur Verfügung stellte, sowie 10 Schwimmerinnen und Schwimmer aus der Leistungsgruppe fuhren wir in aller Herrgottsfrühe (06.30) vom ASV-Heim in das ca. 950 km entfernte Rosenheim. Nach insgesamt 9 Stunden Fahrt erreichten wir das Freizeitbad. Was sofort auffiel, war die Tatsache, dass ich als einziges Nordlicht unter Bayern war. Es gab sofort Kontakte, weil mein Hamburgisch das Interesse der Gastgeber erweckte. Ich konnte so eine ganze Menge über diesen traditionellen und in ganz Bayern hoch angesehenen Wettbewerb erfahren. Über die 3 Schwimmtage waren mehr als 2300 Starts auf dem Programm und es waren 45 Mannschaften aus 4 Nationen am Start. Bereits die Meldezeiten ließen darauf schließen, dass unseren Schwimmern eine mächtige Konkurrenz gegenüber stand. Wir hatten Schwimmer der Jahrgänge 1985 bis 1998 mit. Folgende Tatsachen waren bereits am ersten Wettkampftag auffällig: Unsere Mannschaft fiel schon optisch durch das Tragen der Vereinskleidung auf. In dem Moment, wenn 1 Mannschaftsmitglied zum Start gerufen wurde, stand der „Rest“ wie eine Einheit am Beckenrand und feuerte unermüdlich die Schwimmerin bzw. den Schwimmer an. Wolfgang gab vor dem Start noch die letzten Tipps und Marc hielt alles auf Bildern fest. Außerdem hatte er immer ein Auge auf unseren Lagerplatz und die Meldeergebnisse, damit kein Schwimmer seinen Einsatz verpasste. Ein eingespieltes Team, die beiden. Es war toll anzuschauen, wie sie sich „blind“ verstanden. Es klappte einfach alles. Zur Unterkunft: Hier suchten wir nach Wettkampfende den ca. 30 km entfernten Gasthof „Zum Ochsenwirt“ in Oberaudorf auf. Wir wurden hier wir sehr herzlich empfangen und in die Unterkunft eingewiesen. Die Zimmer waren einfach, zweckmäßig, sehr sauber und in einem tadellosen Zustand. Zum Essen trafen wir uns bei angenehmen Außentemperaturen an bereitgestellten Tischen, um unsere Mahlzeit im Außenbereich einzunehmen. Wir wurden von dem Bedienungspersonal und dem Ochsenwirt persönlich begrüßt und man hofierte uns so freundlich und zuvorkommend, als ob wir Prominente wären. Das Verhältnis, das Wolfgang hier über mehrere Jahre aufgebaut hat, ist in Worten nicht wieder zu geben; man fühlte sich schlicht von erster Minute an wie unter Freunden. An dieser Stelle möchte ich festhalten, dass die Athleten eine äußerst harmonische Einheit präsentierten. Die „Älteren“ kümmerten sich liebevoll um die „Jüngeren“ und gingen selbständig gegen 20.30 Uhr auf Ihre Zimmer. Sie fielen alle durch außerordentliche Disziplin, sowohl in der Gaststätte als auch im Schwimmbad auf. Nicht einmal mussten die Betreuer eingreifen. Bei den Wettkämpfen waren alle bis in die Haarspitzen motiviert und alle Athleten der SG-Bille sind mit ihren Leistungen deutlich unter ihren bis dahin geschwommen Bestzeiten geblieben. So gab es am Ende neben 4 Medaillen fantastische, vorher nicht erwartete Platzierungen. Das gesamte Wochenende hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich sicherlich noch viele Wochen von den positiven Eindrücken zehren kann. Zum Schluss möchte ich mich ganz besonders bei Wolfgang und Marc bedanken, dass ich diesen Event miterleben durfte. Für jedes Kind, das bei der SG-Bille schwimmt, müsste es nach meiner Meinung das Ziel sein, in diese Gruppen „hinein zu schwimmen“. Peter Möller
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